Was ist Datenschutz? –
Was bedeutet Datenschutz?

Datenschutz einfach erklÀrt

Die Bedeutung von Datenschutz

Warum Datenschutz wichtig ist ...

Datenschutz ist wichtig. Wer wĂŒrde diese Aussage bestreiten? Was bedeutet Datenschutz? Warum Datenschutz auch fĂŒr Ihr Unternehmen ein ganz entscheidender Faktor ist und wie Sie existenzbedrohende Strafen und SchĂ€den fĂŒr die Reputation Ihrer Organisation oder Marke vermeiden können, zeigt Ihnen hier der anerkannte TĂŒbinger Experte fĂŒr Datenschutz, externer Datenschutzbeauftragter und Autor diverser FachbĂŒcher zum Thema, Thomas Kowoll.

Nehmen Sie sich 15 Minuten Zeit, um zu erfahren, wie Sie Ihr Unternehmen krisensicher auf die gesetzlichen Anforderungen zum Datenschutz einstellen und wie Sie Ihren verschiedenen persönlichen Pflichten gegenĂŒber den Aufsichtsbehörden nachkommen.

Was ist Datenschutz? Am Ende dieses Dossiers wissen Sie, wie die aktuellen Datenschutzanforderungen aussehen, auf welche Stolperfallen Sie besonders Acht geben mĂŒssen, welche Strafen Ihnen drohen und wie Sie mit unserer To-Do-Liste Ihr Unternehmen datenschutzkonform aufstellen.

Datenschutz Inhaltsverzeichnis

Der Schnelleinstieg zu besseren Navigation zum Thema - Was ist Datenschutz?

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Wichtig, weil kann teuer werden und zu Reputationsschaden fĂŒhren!

Warum ist Datenschutz wichtig fĂŒr Ihr Unternehmen?

Zu der Frage was ist Datenschutz? Ist die viel wichtigere Frage, warum Datenschutz wichtig ist und von vitalem Interesse fĂŒr Ihr Unternehmen, da mangelnder Datenschutz oder LĂŒcken im Datenschutz einfach sehr teuer sein können. Und diese Strafen gibt es tatsĂ€chlich: der Bußgeldtracker zeigt Ihnen, welche Unternehmen welche Strafen in Deutschland und Europa gezahlt haben. Lassen Sie sich ĂŒberraschen! HĂ€ufig sind es nicht einmal die Behörden, sondern der Mitbewerb oder ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die den Stein ins Rollen bringen. SchĂŒtzen Sie sich, bevor es zu spĂ€t ist, denn ganz leicht trifft es auch Sie!

was sind personenbezogene daten ?

Was sind personenbezogene daten?

Datenschutz bewahrt vor Missbrauch. Mit fortschreitender Digitalisierung werden der Schutz von persönlichen Daten und der Schutz vor Datenmissbrauch immer wichtiger. Datenpannen resultieren in RufschĂ€digung und Imageverlust, die abschreckend auf Kundinnen und Kunden und auf die eigene Belegschaft wirken. Auch fĂŒr Investoren, GeschĂ€ftspartner, Zulieferer und alle anderen Stakeholder sind Datenpannen Gift, denn sie bedeuten immer einen immensen Vertrauensverlust. Machen Sie rechtzeitig die Schotten dicht, bevor es zu spĂ€t ist! Also nochmal zurĂŒck auf die Frage was ist Datenschutz? Es betrifft auch Sie selbst Ihren Daten.

Nicht zuletzt erwarten Ihre Fans, Follower und KĂ€ufer, dass Sie die Regeln der informationellen Selbstbestimmung befolgen, die der Gesetzgeber mit Absicht im Grundgesetz verankert hat. Wirksamer Datenschutz ist ein Verkaufsargument und baut Vertrauen auf. Wir helfen Ihnen, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen. Welche das sind, erfahren sie jetzt.

Worum geht es beim Datenschutz ĂŒberhaupt?

Der Datenschutz betrifft personenbezogene Daten (pbD), wie Name, Adresse, Geburtsdatum und Telefonnummer – Daten, die viele noch nicht als sensibel ansehen wĂŒrden – aber auch Angaben zum Gehalt, zu den VermögensverhĂ€ltnissen, zur Ausbildung oder zur IP-Adresse des Computers und besonders schĂŒtzenswerte biometrische Daten, wie den Fingerabdruck, Daten zur Krankheitsgeschichte und Gesundheit, Angaben zur Religion, zur sexuellen Orientierung, parteipolitischen PrĂ€ferenz, Mitgliedschaft in Gewerkschaften oder zur ethnischen Herkunft.

Beim Datenschutz geht es immer um die Daten natĂŒrlicher Personen – Menschen – und die haben ein Recht auf den Schutz Ihrer personenbezogenen Daten. Die UNO hat Datenschutz zum Grundrecht erklĂ€rt. Die EU hat dies bestĂ€tigt und auch das Bundesverfassungsgericht steht dazu: Sie sind gesetzlich verpflichtet, dieses Grundrecht zu schĂŒtzen!

Welche Folgen hat Datenmissbrauch?

Unsere Daten gehören uns und es kann schwerwiegende Folgen haben, wenn diese Daten in die falschen HÀnde geraten oder publiziert werden. Von einfacher Scham, bis hin zum Verlust des Arbeitsplatzes, von Familie und Freunden oder der IdentitÀt, können Datenschutzlecks  irreparable SchÀden verursachen, bis hin zum Suizid. Daher hat jeder Mensch ein Interesse am Schutz seiner personenbezogenen Daten, das es zu wahren gilt.

Vorsicht, Einbrecher! - Was bedeutet das im Datenschutz?

Mit fortschreitender Digitalisierung steigt der Austausch von Daten im Internet weiter an und personenbezogene Daten sind zur heißen Ware geworden, um die sich Unternehmen, Staaten und auch Kriminelle reißen. Sehr hĂ€ufig teilen User ihre Daten freiwillig, beim Einkaufen und Surfen im Internet oder durch ihre Social Media-AktivitĂ€ten. Im Gegensatz zum Hauseinbruch, den sie sofort bemerken, stellen sie jedoch erst Monate spĂ€ter fest, wenn Ihre digitalen Daten gestohlen wurden. Und da Sie mit allen Ihren Online-AktivitĂ€ten Spuren hinterlassen, können Datensammler aus diesen umfassende Nutzer- und Persönlichkeitsprofile erstellen.

Im 5. Jahr: VerschÀrfung des Datenschutzes durch die DSGVO - Was ist DSGVO?

Seit dem 25. Mai 2018 gelten in der EU und in Deutschland die Regelungen der Datenschutz-Grundverordnung DSGVO. Mit Inkrafttreten fĂŒhrte der Gesetzgeber einen Erlaubnisvorbehalt ein, der eine aktive Zustimmung von Betroffenen zur Erfassung und Verarbeitung Ihrer Daten erfordert. Bußgelder fĂŒr DatenschutzverstĂ¶ĂŸe können seither schmerzhafte Höhen erreichen und es wurden umfassende Rechenschaftspflichten eingefĂŒhrt. Umsetzen mĂŒssen das: Sie!

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Bite jeder soll wie er will entscheiden ...

Informationelle Selbstbestimmung: Ich entscheide ĂŒber meine Daten!

Jeder Mensch darf selbst bestimmen, was mit seinen Daten geschieht. Der Gesetzgeber nennt dies „informationelle Selbstbestimmung“ und hat das Recht darauf im Grundgesetz verankert. Das zeigt, welchen Stellenwert er diesem Grundrecht beimisst. Die Verarbeitung von Daten, d.h. deren Anlage, Nutzung und Löschung, wird in Deutschland von der DSGVO und durch das nationale Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) geregelt.

Datenschutz, Text, Bild

Datenschutz-Behörden

Neben der DSGVO und dem BDSG hat der Gesetzgeber auch Kontrollorgane berufen, die ĂŒber die Einhaltung und die Umsetzung der Datenschutzgesetze wachen. Auf nationaler Ebene ist das der/die Bundesdatenschutzbeauftragte und auf Ebene der sechzehn BundeslĂ€nder sind es die Landesdatenschutzbeauftragten.

Betriebliche und behördliche Datenschutzbeauftragte

FĂŒr die Umsetzung und Einhaltung des Datenschutzes in Firmen, Organisationen, Behörden und Vereinen, mĂŒssen entsprechend qualifizierte Datenschutzbeauftragte vor Ort bestellt werden. Diese unterstĂŒtzen EntscheidungstrĂ€ger und Verantwortliche, datenschutzkonforme Prozesse zu definieren, Risiken auszuschließen und effektiven Datenschutz zu gewĂ€hrleisten.

Interne und externe Datenschutzbeauftragte

Jedes Unternehmen und jeder Verein mit 20 Mitarbeitern / Mitgliedern und mehr, muss laut Gesetz einen Datenschutzbeauftragten bestellen. Da Datenschutzbeauftragte qualifiziert sein mĂŒssen fĂŒr ihre Aufgabe, kann die Stelle mit speziell weitergebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besetzt werden oder mit externen Fachleuten, die im Regelfall mehrere Mandate tragen. Die Aufgabe bringt ein hohes Maß an Verantwortung mit sich und sollte nur mit echten Profis und / oder geeigneten FĂŒhrungskrĂ€ften mit der nötigen Kompetenz besetzt werden.

Datenschutzbeauftragter

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Was beinhaltet die DSGVO?

Mit Inkrafttreten der Datenschutzgrundver-ordnung (DSGVO) am 25. Mai 2018, wurde der Datenschutz europaweit einheitlich geregelt. Die DSGVO enthĂ€lt Bestimmungen, die die Verarbeitung personenbezogener Daten durch Privatunternehmen und öffentliche Stellen regelt. DarĂŒber hinaus beinhaltet die Verordnung 173 ErwĂ€gungsgrĂŒnde, die die jeweiligen Artikel nĂ€her erlĂ€utern und die bei der Auslegung der gesetzlichen Sachverhalte helfen sollen.

Datenschutz, Text, Bild

Datenschutz und freier Datenverkehr

ErklĂ€rtes Ziel der DSGVO ist der Schutz von natĂŒrlichen Personen bei der Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten, unter GewĂ€hrleistung des freien Verkehrs solcher Daten (Art. 1, Abs. 1, DSGVO). Diese beiden Pole markieren das Spannungsfeld des Datenschutzes.

Melde- und Rechenschaftspflichten

Die DSGVO erlegt Unternehmen umfang-reiche Melde- und Rechenschaftspflichten auf und ordnet die Wahrung der Datensicherheit sowie die Umsetzung von Betroffenenrechten an, wÀhrend sie gleichzeitig die Rechte der Verbraucher stÀrkt.

Geldbußen & Strafen DSGVO

Ein Verstoß gegen die DSGVO kann im schlimmsten Fall mit bis zu 20 Millionen Euro Geldbuße oder mit einer Strafe in Höhe von bis zu 4% des weltweiten Jahresumsatzes geahndet werden, je nachdem, welcher Wert höher ausfĂ€llt – pro Datenpanne und pro Verstoß!

DSGVO SchadenersatzansprĂŒche

ZusĂ€tzlich rĂ€umt die DSGVO SchadenersatzansprĂŒche fĂŒr materielle und immaterielle SchĂ€den ein, die Personen auf Grund der Verletzung von Pflichten aus dem Datenschutz entstehen – und diese werden immer hĂ€ufiger auch eingeklagt!

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Was keiner hat und keiner weiss, aber jeder machen sollte dringend!

Datenschutz auf Internetseiten

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Jede Website, egal ob sie professionell oder privat als Liebhaberseite genutzt wird, braucht eine DatenschutzerklÀrung. Diese ist Pflicht und ohne DatenschutzerklÀrung auf der Website droht Ihnen eine Abmahnung in Höhe von einigen Hundert oder Tausend Euro.

Eine DatenschutzerklÀrung darf auf keiner Internetseite fehlen

Warum? Weil Verbraucherinnen und Verbraucher ein Recht darauf haben zu erfahren, ob und zu welchem Zweck personenbezogene Daten erhoben und gespeichert werde, bevor sie ein Angebot auf einer Website nutzen. Und dies gilt laut Telekommunikation-Telemedien-Datenschutz-Gesetz (TTDSG) fĂŒr Webseiten von Unternehmen, Behörden und Privatanbietern gleichermaßen:

  • § 25 TTDSG bestimmt, dass ein Diensteanbieter den Nutzer zu Beginn des Nutzungsvorgangs ĂŒber Art, Umfang und Zweck der Erhebung und Verwendung von personenbezogenen Daten in allgemein verstĂ€ndlicher Form zu unterrichten hat, sofern eine solche Unterrichtung nicht bereits erfolgt ist und in die Verarbeitung eingewilligt hat.

Personenbezogene Daten laut TTDSG sind Informationen ĂŒber Name, Adresse, E-Mail-Adresse, vor allem aber die IP-Adresse und das gewonnene Wissen darĂŒber, welche Seiten eine Person im Internet besucht, das sogenannte Nutzerverhalten. In diesem Sinne erhebt JEDE Website personenbezogene Daten und die DatenschutzerklĂ€rung ist Pflicht fĂŒr jeden Betreiber.

Warum kann eine Website ohne DatenschutzerklÀrung schnell teuer werden?

Ohne DatenschutzerklĂ€rung auf der Website riskieren Sie eine teure Abmahnung, denn eine fehlende oder unzureichende DatenschutzerklĂ€rung auf einer gewerblichen Internetseite ist ein Wettbewerbsverstoß. Dabei können nicht nur Behörden und RechtsanwĂ€lte, sondern auch Konkurrenten Abmahnungen versenden, Schadensersatz einfordern und auf Unterlassung pochen. Auch die VerbraucherschutzverbĂ€nde kontrollieren die Einhaltung der Datenschutz-Richtlinien durch Gewerbetreibende, um Gewinne auf Basis unrechtmĂ€ĂŸig erlangter Daten zu sanktionieren. Gefahr fĂŒr eine Abmahnung droht folglich aus mehreren Richtungen!

Welche Forderungen kann eine Abmahnung enthalten?

Neben finanziellen AusgleichsansprĂŒchen eines Rechtsanwalts, können Abmahnungen auch SchadenersatzansprĂŒche und einen Anspruch auf Unterlassung enthalten.

  • Art. 7 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) besagt: „FĂŒgt eine verantwortliche Stelle dem Betroffenen durch eine nach diesem Gesetz oder nach anderen Vorschriften ĂŒber den Datenschutz unzulĂ€ssige oder unrichtige Erhebung, Verarbeitung und Nutzung seiner personenbezogenen Daten einen Schaden zu, ist sie oder ihr TrĂ€ger dem Betroffenen zum Schadenersatz verpflichtet. Die Ersatzpflicht entfĂ€llt, soweit die verantwortliche Stelle die nach den UmstĂ€nden des Falles gebotene Sorgfalt beachtet hat.“

Mitbewerber können diesem Grundsatz nach Schadenersatz geltend machen, auch wenn es sich in der Praxis als sehr schwierig erwiesen hat, die Höhe der Forderung zu beziffern. Um die genannten Risiken zu vermeiden, sollten DatenschutzerklĂ€rungen auf gewerblichen Websites auf keinen Fall unangepasste Vorlagen sein, denn Betreiber mĂŒssen mit empfindlichen Strafen in bis zu fĂŒnfstelliger Höhe rechnen – in EinzelfĂ€llen sind sogar höhere BetrĂ€ge möglich –  wenn Sie ihrer Informationspflicht im Umgang mit personenbezogenen Daten nicht nachkommen.

Was gehört in die DatenschutzerklÀrung auf Ihrer Website?

Der Gesetzgeber hat natĂŒrlichen Personen einen Erlaubnisvorbehalt fĂŒr die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten eingerĂ€umt. Diese Daten dĂŒrfen folglich nicht verarbeitet werden, ohne dass der / die Betroffene

  • ĂŒber die Verarbeitung der Daten vorab in Kenntnis gesetzt wird,
  • die Art und den Zweck der Datenverarbeitung erfĂ€hrt und
  • seine Einwilligung dazu geben, nicht geben oder jederzeit widerrufen kann.

Pflicht zur Information ĂŒber Server-Logfiles und Cookies

Von besonderem Gewicht in der DatenschutzerklÀrung ist Information, d.h. der grundsÀtzliche Hinweis, dass personenbezogene Daten erhoben werden. Betroffene haben jedoch auch das Recht zu erfahren, welche Daten wie verarbeitet werden. Server-Logfiles und Cookies sollten daher in Ihrer DatenschutzerklÀrung zwingend erwÀhnt werden:

  • Server-Logfiles werden auf nahezu jeder Website angelegt und speichern bspw. die IP-Adresse der Nutzer, Zeitpunkt und Verweildauer und die besuchten Seiten.
  • Die meisten Websites erzeugen auch Cookies, kleine Textdateien, die Infos ĂŒber das Nutzerverhalten speichern und den Besucher wiedererkennbar machen. Diese Cookies werden im Browser des Users abgespeichert und erhöhen die Benutzerfreundlichkeit, da prĂ€ferierte Nutzer-Einstellungen bei spĂ€teren Besuchen erneut verwendet werden. Cookies erhöhen jedoch auch die Datenmenge, die ĂŒber den User gespeichert wird.

Pflicht zur Information ĂŒber Analyse- und Statistiktools

Analyse- und Statistiktools werten personenbezogene Daten grĂŒndlich aus und machen diese erst nutzbar. Seitenbetreiber wollen durch den Einsatz solcher Tools vor allem Informationen ĂŒber das Nutzerverhalten gewinnen:

  • Welche Seiteninhalte werden besonders oft gelesen?
  • Wie lange bleiben Nutzer auf welcher Seite?
  • Über welche EndgerĂ€te erfolgt der Seitenzugriff (Smartphone, Tablet oder PC)?
  • Welches Betriebssystem und welchen Provider nutzt der User?

Je genauer ein Seitenbetreiber seine Zielgruppe und ihr Nutzerverhalten kennenlernt, desto besser kann er sein Angebot weiterentwickeln. Aus diesen GrĂŒnden sieht der Gesetzgeber auch fĂŒr die Nutzung von Analyse- und Statistiktools eine Informationspflicht vor und das Tool und die Art der erhobenen und genutzten Daten gehört in die DatenschutzerklĂ€rung.

Programme und Plug-Ins, die umfangreiche Informationen ĂŒber die Nutzer Ihrer Website und deren Verhalten sammeln, z.B. Google Anayltics, verarbeiten sehr viele spezifische Daten und mĂŒssen deswegen zwingend in der DatenschutzerklĂ€rung deklariert werden. Zudem sieht der Gesetzgeber einen Banner vor, der Seitenbesucher vorab auf die Verwendung wie von Analytics hinweist und darĂŒber informiert, welche personenbezogenen Daten erhoben werden. Bei der weiteren Verwendung der Daten mĂŒssen die Besucher einwilligen, dafĂŒr sind diese Banner eigentlich da.

Pflicht zur Information ĂŒber Social Media-Plug-Ins

Social Media nimmt einen immer grĂ¶ĂŸeren Stellenwert im Verkauf und Marketing ein und dies macht den Einsatz von Social Media-Buttons Ă€ußerst interessant. Aus datenschutzrechtlicher Sicht ist dies jedoch problematisch, denn die Einbindung solcher Plug-Ins, z.B. von Facebook, YouTube, Twitter, Instagram oder Pinterest, ĂŒbermittelt Nutzerdaten an die Betreiber der Plattformen, die alle in den USA ihren Firmensitz haben, d.h. außerhalb des Geltungsbereiches europĂ€ischer Datenschutzgesetze. Wenn Sie solche Dienste nutzen, mĂŒssen Sie dies zwingend in Ihrer DatenschutzerklĂ€rung mit klaren und detaillierten Angaben darlegen. Welchen Dienst nutzen Sie und welche Daten werden verarbeitet? Auch hier wird in der Regel eine Einwilligung seitens der Benutzer erforderlich sein.

Impressum-Pflicht auf Websites

Neben der DatenschutzerklĂ€rung ist ein Impressum Pflicht auf jeder Website und der wohl hĂ€ufigste Grund fĂŒr Abmahnungen, da es schlichtweg auf vielen Websites fehlt. Der Inhalt des Impressums ist vergleichsweise ĂŒberschaubar und muss den Namen und die korrekte Firma des Seitenbetreibers, sowie Kontaktmöglichkeiten beinhalten. Jeder Seitenbesucher soll den Betreiber der Website ĂŒber die Angaben im Impressum kontaktieren können.

  • In Ihrer DatenschutzerklĂ€rung mĂŒssen Sie klĂ€ren, was mit den Nutzer-Daten geschieht, die bei der Kontaktaufnahme erhoben werden, z.B. die E-Mail-Adresse.

Interaktionsmöglichkeiten auf der Website

Das Internet ist das einfachste und schnellste Medium zum gegenseitigen Austausch und zum Teilen von Informationen. FĂŒr die meisten Interaktionsmöglichkeiten muss sich der Nutzer allerdings registrieren oder anmelden und dafĂŒr seine personenbezogenen Daten abgeben.

Die DatenschutzerklĂ€rung Ihrer Website muss deshalb klarstellen, welche Daten wozu verarbeitet werden und wie diese genutzt werden. Wenn Ihr Nutzer z.B. Kommentare oder Bewertungen abgeben oder die Website abonnieren soll und dafĂŒr seine E-Mail-Adresse abgeben muss, dann ist dies in der DatenschutzerklĂ€rung aufzufĂŒhren.

Mustergliederung fĂŒr eine DatenschutzerklĂ€rung

Hier finden Sie eine Mustergliederung fĂŒr die DatenschutzerklĂ€rung auf Ihrer Website. Diese kann folgende Punkte beinhalten:

  • Allgemeine Datenschutzhinweise
  • Technische Aspekte (Server-Logfiles)
  • Umgang mit personenbezogenen Daten
  • Cookie-Nutzung
  • Kontaktformular-Einbindung
  • Erhebung personenbezogener Daten mittels Kommentarfunktion
  • Abo-Optionen einer Website
  • Nutzung von Google Analytics
  • Einbindung eines Facebook-Plug-Ins
  • Einbindung eines Google-Plus-Plug-Ins
  • Einbindung eines Twitter-Plug-Ins
  • Newsletter-Angebot
  • Schlussbestimmungen: Recht auf Auskunft, Richtigstellung und Löschung

Achtung: Bitte nutzen Sie Vorlagen aus dem Internet nicht 1:1 und ohne diese zu prĂŒfen! Ihre DatenschutzerklĂ€rung muss auf jeden Fall an Ihre Webseite adaptiert und um einige Punkte erweitert oder verkĂŒrzt werden (z.B. Analysetools, deren Name, Art der erhobenen Daten
).

Wir empfehlen Ihnen, nur die Textabschnitte in Ihrer DatenschutzerklĂ€rung zu nutzen, die Sie wirklich benötigen. ÜberprĂŒfen Sie bitte auch, ob Sie alle Punkte berĂŒcksichtigt haben, die im Sinne des BDSG und TMG relevant sind.

Wichtig: Gehen Sie bitte auf Nummer sicher und lassen Sie Ihre Datenschutzhinweise vor der Onlinestellung von einem qualifizierten Datenschutzbeauftragten Ihres Vertrauens prĂŒfen!

Wohin gehören die Datenschutzbestimmungen auf Ihrer Website?

Das Telemediengesetz legt nicht nur fest, dass eine DatenschutzerklĂ€rung auf jeder Website Pflicht ist – egal ob diese gewerblich oder privat genutzt wird –  es legt auch fest:

  • Datenschutzhinweise mĂŒssen vom Nutzer jederzeit einsehbar sein, von jeder Seite der Website aus, d.h. auch von allen Unterseiten.
  • Der Nutzer muss augenblicklich erkennen können, wo die Bestimmungen aufgefĂŒhrt sind und wie er dorthin gelangt.
  • DatenschutzerklĂ€rung und Impressum sind klar voneinander zu trennen. Der Link zur DatenschutzerklĂ€rung muss deutlich sichtbar und klar beschriftet sein, beispielsweise mit „Datenschutz“ oder „DatenschutzerklĂ€rung“.
  • Ganz wichtiger TIPP: Ein Cookie-Banner darf den Link auf das Impressum und auf die DatenschutzerklĂ€rung nicht verdecken.
Datenschutzbeauftragter

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Einfach mit Daten sicher und geschĂŒtzt arbeiten

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